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YouTube über die FritzBox sperren: So funktioniert die Blockierung

Aktualisiert: 13. Oktober 2026 · 5 Minuten Lesezeit

YouTube über die FritzBox sperren: So funktioniert die Blockierung

Um YouTube über Ihre FritzBox zu sperren, müssen Sie in der Benutzeroberfläche des Routers unter dem Menüpunkt „Internet“ > „Filter“ eine Sperre für die entsprechenden Webadressen einrichten. Dies ermöglicht es Ihnen, den Zugriff entweder für das gesamte Netzwerk oder gezielt für bestimmte Geräte und zu festgelegten Zeiten zu unterbinden.

Kurz gesagt

Sie nutzen die „Filterlisten“ Ihrer FritzBox, um die Domains youtube.com und googlevideo.com auf eine schwarze Liste zu setzen. Damit verhindern Sie, dass Geräte in Ihrem Heimnetzwerk auf die Website und die Videostreams zugreifen können.

Woran erkenne ich, ob die Sperre funktioniert?

Bevor Sie die Einstellungen vornehmen, sollten Sie ein Testgerät bereitstellen, das über Ihr WLAN mit der FritzBox verbunden ist. Wenn die Sperre korrekt eingerichtet ist, passiert beim Versuch, die YouTube-Seite aufzurufen, Folgendes:

Wichtig: Testen Sie die Sperre nicht mit einem Gerät, das über mobile Daten (LTE/5G) verbunden ist. Die FritzBox kann nur den Datenverkehr kontrollieren, der durch Ihren Router fließt.

Wie sperre ich YouTube gezielt in der FritzBox?

Die Sperrung erfolgt über die sogenannte Blacklist (schwarze Liste) in der Filterfunktion. Folgen Sie dieser Anleitung, um die Blockierung einzurichten:

  1. Anmeldung an der FritzBox: Öffnen Sie einen Webbrowser an einem Computer oder Tablet und geben Sie `fritz.box` in die Adresszeile ein. Geben Sie anschließend das Passwort ein, das Sie bei der Einrichtung des Routers festgelegt haben.
  2. Filter-Menü aufrufen: Klicken Sie im Menü auf der linken Seite auf den Punkt Internet und wählen Sie im Untermenü Filter aus.
  3. Filterlisten aktivieren: Klicken Sie oben auf den Reiter Filterlisten. Stellen Sie sicher, dass der Haken bei Internetseiten filtern gesetzt ist.
  4. Schwarze Liste nutzen: Scrollen Sie nach unten zum Bereich Schwarze Liste. Hier können Sie die Webadressen eintragen, die blockiert werden sollen.
  5. Domains eingeben: Geben Sie in das Textfeld nacheinander folgende Adressen ein und bestätigen Sie jeweils mit der Eingabetaste:
    • youtube.com
    • googlevideo.com

    Hinweis: Die Adresse googlevideo.com ist entscheidend, da YouTube die eigentlichen Videodaten von dieser Domain bezieht. Ohne diese Sperre könnten Nutzer zwar die Webseite sehen, aber die Videos trotzdem abspielen.

  6. Einstellungen speichern: Klicken Sie ganz unten auf die Schaltfläche Übernehmen. Die FritzBox wendet die Änderungen nun an.

Falls Sie die Sperre nicht für alle Bewohner, sondern nur für die Kinder einführen möchten, müssen Sie zusätzlich die Kindersicherung nutzen. Gehen Sie dazu auf Internet > Filter > Kindersicherung. Dort können Sie für jedes registrierte Gerät (z. B. das Tablet Ihres Kindes) ein eigenes Profil erstellen und dort die Zeitbeschränkungen oder Filterregeln festlegen.

Was tun, wenn die Sperre nicht greift?

Es kommt häufig vor, dass trotz korrekter Einstellung in der FritzBox YouTube weiterhin erreichbar ist. Das liegt meist nicht an der FritzBox selbst, sondern an modernen Sicherheitsfunktionen der Endgeräte.

Achtung: Wenn auf den Endgeräten Funktionen wie „DNS over HTTPS“ oder „Privates DNS“ aktiviert sind, umgeht das Gerät die Filter der FritzBox komplett. In diesem Fall ist die Sperre über den Router wirkungslos.

Hier sind die häufigsten Ursachen und Lösungen:

Fazit

Die Sperrung von YouTube über die FritzBox ist ein effektives Mittel für den Jugendschutz und zur Steigerung der Konzentration. Durch das Hinzufügen von youtube.com und googlevideo.com zur schwarzen Liste in den Filterlisten decken Sie die meisten Zugriffswege ab. Beachten Sie jedoch, dass Sie bei modernen Geräten zusätzlich die verschlüsselten DNS-Einstellungen in den Browsern oder Betriebssystemen prüfen müssen, damit die Filterregeln des Routers auch wirklich greifen können.

Häufige Fragen

Kann ich YouTube nur für bestimmte Kinder sperren?

Ja. Das geht über die Funktion „Kindersicherung“ in der FritzBox. Sie müssen dort zuerst die Geräte der Kinder unter „Internet > Filter > Kindersicherung“ registrieren und können dann für diese spezifischen Geräte Profile mit Filtern oder Zeitbeschränkungen erstellen.

Funktioniert die Sperre auch in der YouTube-App?

Ja, sofern die App versucht, Daten über Ihr WLAN zu laden. Da die App die Domains youtube.com und googlevideo.com nutzt, wird der Datenstrom durch die FritzBox blockiert. Wie erwähnt, kann dies jedoch durch „Privates DNS“ auf dem Handy umgangen werden.

Was passiert, wenn ich YouTube auf dem Handy über mobile Daten nutze?

In diesem Fall greift die Sperre der FritzBox nicht. Die mobilen Daten laufen über den Funkmast des Mobilfunkanbieters und umgehen Ihren Router komplett. Um YouTube auch unterwegs zu sperren, müssten Sie Einstellungen direkt am Smartphone (z. B. über die Bildschirmzeit-Funktion bei iOS oder Google Family Link bei Android) vornehmen.

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