Abos ausmisten: So sparen Sie monatlich 20 bis 50 Euro
Vier Streaming-Dienste, zwei Cloud-Speicher, ein Fitness-Abo, Lieferabo, Software-Abo, ein Abo für Musik, das niemand mehr hört – jedes für sich „nur ein paar Euro", zusammen schnell 80 bis 120 € im Monat. Die gute Nachricht: Der Ausmisteffekt kommt fast sofort und bleibt dauerhaft. Diese Methode dauert eine halbe Stunde.
Inhalt
Schritt 1: Alles sichtbar machen
Der wichtigste Schritt, weil Abos genau deshalb bestehen bleiben, weil sie unsichtbar sind. Zwei Wege, die sich ergänzen:
- Kontoauszüge durchsehen. Nehmen Sie die Abbuchungen der letzten drei Monate (Online-Banking: Umsatzliste exportieren) und notieren Sie jeden wiederkehrenden Posten – auch die, die nur „PRIME*", „GPLAY*" oder eine Firmenabkürzung heißen. Ein Suche nach „Abbuchung" in der Umsatzliste hilft.
- Abo-Übersichten der Plattformen. Bei Apple (Einstellungen → Apple-Konto → Abos) und Google Play (Play-Store → Profil → Zahlungen und Abos) sehen Sie alle Abos, die über die Plattform laufen – oft mehr, als man erwartet.
Schritt 2: Jeden Posten bewerten
Für jedes Abo drei Fragen – beantworten Sie ehrlich:
- Habe ich es im letzten Monat tatsächlich genutzt? Nicht „könnte ich brauchen" – genutzt. Ein Streaming-Dienst, dessen Serien Sie in drei Monaten nicht aufgerufen haben, kostet 8 € für nichts.
- Gibt es es kostenlos oder gebündelt? Musik-Streaming ist in manchen Handy- und Netzabos enthalten, Cloud-Speicher in Familientarifen. Prüfen Sie, was Ihre bestehenden Verträge schon abdecken, bevor Sie doppelt zahlen.
- Lohnt ein Jahres- statt Monatsabo? Wenn Sie es behalten, lohnt sich bei vielen Diensten der Jahresvorauszahlung: oft 15–25 % Rabatt auf denselben Dienst.
Schritt 3: Kündigen – mit Methode
Kündigungen laufen heute fast immer online oder per Mail. Drei Hinweise, die Zeit sparen:
- Kündigungsdatum notieren. Manche Verträge enden erst zum Monatsende oder Quartalsende – notieren Sie das Datum, damit Sie den Posten nicht doppelt „sparen".
- Vor dem Verlängerungsdatum kündigen. Viele Abos verlängern sich automatisch; die Frist steht in den Vertragsdaten der Abo-Verwaltung.
- Kündigungsbestätigungen aufbewahren. Ein Screenshot oder die Bestätigungsmail reicht, falls ein Posten später doch wieder auftaucht.
Schritt 4: Doppelte Abo-Konstellationen auflösen
Der häufigste Fund beim Audit: doppelt bezahlte Funktionen. Beispiele, die fast jeder Haushalt hat:
- Zwei Streaming-Dienste, die dieselben Filme haben – behalten Sie den einen, den Sie wirklich abends öffnen.
- Cloud-Speicher mehrfach – 100 GB bei Anbieter A und 200 GB bei Anbieter B; eine Familie braucht meistens nur eine.
- Fitness-App plus Fitnessstudio – wenn das Studio eine eigene App mit Trainingsplänen mitbringt, zahlt die Zusatz-App doppelt.
Die Nachhaltigkeit des Ausmistens
Der wichtigste Trick ist nicht die Kündigung selbst, sondern der Wiedereinstiegsstopp. Jedes gekündigte Abo bietet früher oder später einen Rückkehrrabatt. Genau dann wieder entscheiden, nicht aus Gewohnheit. Und: Neue Abos nur mit einer Selbsttest-Regel anfangen – „ich probiere es einen Monat und kündige danach, wenn ich es nicht täglich benutzt habe".
Häufige Fragen
Ich finde ein Abo, dessen Ursprung ich nicht mehr kenne – was tun?
In der Umsatzliste steht oft ein Händlername mit Zahlenkürzel. Suchen Sie den Namen zusammen mit „Abo" oder „Abbuchung" – meistens findet sich die Firma. Kommt nichts heraus, fragen Sie bei Ihrer Bank nach dem Zahlungsempfänger.
Kann ich ein Abo pausieren statt kündigen?
Viele Dienste bieten Pausen (Streaming, Fitness-Apps). Wenn Sie einen Dienst nur saisonal nutzen – etwa eine Sport-App –, ist die Pause oft günstiger als Dauerkündigung mit späterem Neuanfang.
Lohnt es sich, für Familien den Abo-Tarif zu teilen?
Familientarife lohnen fast immer: Für meistens 2–4 € mehr als ein Einzeltarif bekommen Sie mehrere Profile. Wichtig: die Nutzungsbedingungen prüfen – die meisten Anbieter erlauben Teilen nur im eigenen Haushalt.
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